2016

T-Systems: Jetzt auch ganztägig und immer noch nichts….

T-Systems: Jetzt auch ganztägig und immer noch nichts….

Mit dem Blick auf die vierte Verhandlungsrunde am 31.5./1.6. steigert ver.di den Druck auf das Management der T-Systems. Seit Montag ruft ver.di bundesweit an ausgewählten Standorten zu ersten ganztägigen Warnstreiks auf. An den T-Systems-Standorten Hamburg, Kiel, Flensburg, Lübeck und Elmshorn haben sich am 23./24. Mai Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Sie fordern unisono für die vierte Verhandlungsrunde endlich ein faires Angebot. Bisher hatte das Management der T-Systems in der Tarifrunde keinerlei Angebot unterbreitet und ist damit jegliche Wertschätzung seiner Beschäftigten schuldig geblieben. Es ist jetzt an den Beschäftigten in den Betrieben, den Warnstreikaufrufen von ver.di zu folgen.. Tarifverhandlungen werden nicht am Verhandlungstisch entschieden!

Speziell in Kiel wurden die streikenden Kolleginnen und Kollegen nach den kurzen Ansprachen von Wilhelm Ruß und Susanne Schöttke besonders gefordert. Es gab stündliche Aktionen, angefangen mit einem Auto-Hupkonzert, um die Beschäftigten, die noch im Gebäude waren, zu wecken. Zielsetzung war, dass diese die Streikenden auch unterstützen. Dafür waren seit dem frühen Morgen Post It-Zettel an den Spiegeln in den Toiletten befestigt. Folgender Text war dort zu lesen: „Liebe Kollegin, lieber Kollege, findest Du es eigentlich gerecht, dass immer die gleichen Beschäftigten draußen stehen um auch für eure Gehälter zu kämpfen und auf Lohn verzichten? Kann eigentlich nicht sein! Achte auf das Hupkonzert – ein Weckruf der Streikenden, um euch aufzufordern doch noch raus zu kommen – wir würden uns freuen, wenn alle dabei sind, auch um den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen für die Tel IT durchzusetzen“

Eine Stunde später gab es dann ein Quiz, wo es leider noch keine 5% Lohnerhöhung , sondern stattdessen fünf hochwertige ver.di- Preise für die richtigen Antworten gab. Es wurde nach dem aktuellen DGB-Vorsitzenden und seinem Vorgänger gefragt, nach dem Inbetriebnahmedatum des Kieler T-Systems Rechenzentrums, dem Gesangspartner des Achtung Satire-Moderators aus der 10. Folge und nach dem Unwort, mit dem der Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde die T-Systems und damit auch die Beschäftigten betitelt (Wertevernichter). Es gab auch eine Frage zur bald beginnenden Fußball-EM in Frankreich. Zu dieser Frage gab es den Hauptgewinn, den “Original EM- ver.di-Fußball“ mitsamt Luftpumpe, die mit Sicherheit keine heiße Luft erzeugt, wie es im Management der T-Systems leider viel zu oft vorkommt. Bei den weiteren vier Preisen mussten die Gewinner versprechen, diese nicht in der verbleibenden Tarifrunde einzusetzen, damit ver.di sich nicht den Vorwurf der „Bewaffnung“ der Streikenden aussetzt. (Artikel: ver.di Multifunktions-Taschenmesser). Alles in Allem eine gelungene Sache. Denn auch im Streik braucht es gute Stimmung und Zusammenhalt. Den haben die Streikenden deutlich auf die Straße getragen!

Warnstreik T-Systems 23./24.5. ver.di Warnstreik T-Systems 23./24.5.
Warnstreik T-Systems 23./24.5. ver.di Warnstreik T-Systems 23./24.5.